Ein
Problem, mit dem wir in Zukunft noch häufig konfrontiert werden, ist
Altersarmut von Immigranten. Wenn Menschen aus ihrer Heimat
emigrieren oder flüchten müssen, ist es eines ihrer Ziele, in einem
neuen Land möglichst schnell Arbeit zu finden, um sich selbst und
oft auch der Familie eine gute Zukunft ermöglichen zu können.
Immigranten
in Italien arbeiten prozentual häufiger im Niedriglohnsektor als
Italiener und verdienen im Schnitt 25 bis 40 Prozent weniger. 2003
waren das in Zahlen im Durchschnitt 9423 Euro im Jahr. Es gibt
Vermutungen, dass die Lohnunterschiede auch deshalb so groß sind,
weil ein Teil der verrichteten Arbeit nicht legal, sondern unter der
Hand abgerechnet wird.
In
Italien sind alle arbeitenden Menschen obligatorisch
sozialversichert. Obwohl Immigranten in Italien durchschnittlich
weniger verdienen als Einheimische, tragen sie prozentual mehr zu den
Beiträgen für die Sozialleistungen des italienischen Staates bei.
Dies liegt unter anderem daran, dass viele Immigranten jung sind und
noch nicht als Renter und somit nicht als Bezieher solcher Leistungen
aufgeführt werden.
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| Quelle: Michael Mannheimer Blog |
Dies
wird sich jedoch in den kommenden Jahrzehnten, wenn immer mehr
Immigranten in den Ruhestand gehen, ändern. Ein zentrales Problem
wird immer mehr in den Vordergründ rücken: Um 50-60% des ehemaligen
Lohns im Rentenalter zu erreichen, muss ein Mensch mindestens 40
Jahre gearbeitet bzw. in die Sozialkassen eingezahlt.haben.
Migranten, die aber keine 40 Jahre in Italien gelebt haben, erfüllen
diese anfoderungen nicht und erhalten somit später weniger oder kaum
Rente. Die Folge: Altersarmut.
Der
Fakt, dass immer mehr Flüchtlinge nach Europa kommen, zeigt, wie
dringlich eine schnelle und gerechte Lösung für diese prekäre
Situation gefunden werden muss.
(larah)

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