
In seinem Essay geht Kein Nghi Ha auf die rechtlichen und demzufolge sozialen Benachteiligen der kulturellen Minderheit in der demokratischen Gesellschaft an.
Als erstens macht er uns aufmerksam darauf, dass postmigrantischen und antirassistischen Organisationen – im Vergleich mit schon selbstverständigen Frauenorganisationen und Gewerkschaften – einen erstaunlich schlechten Ruf haben, in dem sie sich dem Verdacht „der kulturellen Abschottung in parallelgesellschaftlichen Nischen“ aussetzen. Der Grund dafür könnte meiner Meinung nach in der Unwissenheit der Gesellschaft, insbesondere der Mehrheit, legen, was Rassismus & Antirassismus und insgesamt die Identitätspolitik überhaupt bedeuten. Dies könnte seinerseits zum gewissen Misstrauen und möglicherweise Konfrontation von der gesellschaftlichen Mehrheit führen. Deswegen sieht der Autor als notwendig, dass es eine optimale Wissensproduktion geschafft wird, bei der diskriminierte Menschen ein gleiches Recht zum Mitbestimmen haben werden.
Nebenbei existieren immer noch solche Phänomene als Paradox der „diskriminatorischen Gleichbestimmung“ und „Weißsein als Machtstruktur“ der Mehrheiten, durch den die kulturellen Minderheiten im Alltagsleben regelmäßig benachteiligt bzw. unterdrückt werden, z.B. bei der Leistungsbewertung im Studium oder einer Einstellungsgespräch. Dadurch schaffen sich die sozialen Mehrheiten einige Privilegien über den Minderheiten, was meiner Meinung nach unzulässig ist. Damit wirkt m. E. diese Beziehung folgendermaßen, als ob die entsprechende sozialen Mehrheiten die Minderheiten ausnutzen würden, um sich übertroffen („supreme“) fühlen zu könnten, was moralisch minderwertig und gesellschaftlich kontraproduktiv ist.
Das Bild: http://mo-ka.net/portfolio/gemeinsamkeiten-finden-unterschiede-feiern-interkulturelle-woche-2014/
Der Essay: http://www.bpb.de/apuz/180861/identitaet-repraesentation-und-community-empowerment?p=all
Von V.B.
