Der Essay von Kien Nghi Ha
beschreibt unter anderem die Thematik der Rassifizierung.
Meiner Meinung nach ist dies ein
sehr interessantes Thema. Rassistisch diskriminierte Menschen, werden
als angehörige einer „anderen Rasse“ oder „fremden Ethnie“
markiert und abgegrenzt.
Besonders interessant ist die
Tatsache, dass durch die Fremdrassifizierung und Ausgrenzung des
Anderen auf der anderen Seite auch eine Selbstrassifizierung des
dominanten Gruppe gemacht wird und dass meist die Gutbürgerliche
Oberschicht, sich somit selbst die hegemoniale Macht zuschreibt, sich
selbst zu definieren, indem sie den Anderen abgrenzt/definiert.
Ich denke, dass es ganz allgemein
wichtig ist, genauer darauf zu achten wie man bestimmte Gruppen von
Menschen beschreibt oder zuordnet und nicht vorschnell durch die
Abgrenzung zur „eigenen Gruppe“ ausgrenzt. Viel zu häufig werden
durch kulturelle Zuschreibungen vorgenommen die die soziale Realität
und das Wirken von Menschen negativ beeinflussen.
Ich stimme Kien Nghi Ha zu, wenn
er auf die Beschaffenheit der Identitätspolitik hinweist, die sich
auch im Sinne einer „same same but different“ Logik versteht. Die
Politik sollte sich künftig darauf konzentrieren „Identität in
der Differenz zu leben“. Jeder sollte sich selbst und seine
gesellschaftlichen Positionen hinterfragen und kritisch betrachten
und daraufhin auch das gesellschaftliche Handeln. „Das bedeutet
anzuerkennen, dass jede Gegenpolitik, die versucht, Menschen gerade
aufgrund der Verschiedenheit der Identifikation zu mobilisieren, ein
positional geführter Kampf sein muss. Es ist der Beginn eines
Antirassismus, Antisexismus, Antiklassismus.“
von L.D.
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