Montag, 27. April 2015

Same same, but different

Der Essay von Kien Nghi Ha beschreibt unter anderem die Thematik der Rassifizierung.
Meiner Meinung nach ist dies ein sehr interessantes Thema. Rassistisch diskriminierte Menschen, werden als angehörige einer „anderen Rasse“ oder „fremden Ethnie“ markiert und abgegrenzt.
Besonders interessant ist die Tatsache, dass durch die Fremdrassifizierung und Ausgrenzung des Anderen auf der anderen Seite auch eine Selbstrassifizierung des dominanten Gruppe gemacht wird und dass meist die Gutbürgerliche Oberschicht, sich somit selbst die hegemoniale Macht zuschreibt, sich selbst zu definieren, indem sie den Anderen abgrenzt/definiert.
Ich denke, dass es ganz allgemein wichtig ist, genauer darauf zu achten wie man bestimmte Gruppen von Menschen beschreibt oder zuordnet und nicht vorschnell durch die Abgrenzung zur „eigenen Gruppe“ ausgrenzt. Viel zu häufig werden durch kulturelle Zuschreibungen vorgenommen die die soziale Realität und das Wirken von Menschen negativ beeinflussen.

Ich stimme Kien Nghi Ha zu, wenn er auf die Beschaffenheit der Identitätspolitik hinweist, die sich auch im Sinne einer „same same but different“ Logik versteht. Die Politik sollte sich künftig darauf konzentrieren „Identität in der Differenz zu leben“. Jeder sollte sich selbst und seine gesellschaftlichen Positionen hinterfragen und kritisch betrachten und daraufhin auch das gesellschaftliche Handeln. „Das bedeutet anzuerkennen, dass jede Gegenpolitik, die versucht, Menschen gerade aufgrund der Verschiedenheit der Identifikation zu mobilisieren, ein positional geführter Kampf sein muss. Es ist der Beginn eines Antirassismus, Antisexismus, Antiklassismus.“ 

von L.D.

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