Montag, 27. April 2015

Das Zusammenspiel von Kultur, Religion, Ethnizität und Geschlecht im antimuslimischen Rassismus


Besonders interessant finde ich die von Yasemin Shooman  in seinem Text „Das Zusammenspiel von Kultur, Religion, Ethnizität und Geschlecht im antimuslimischen Rassismus“ erwähnten Ergebnisse einer 2011 veröffenlichten, repräsentativen Untersuchung, welche Bürger aus acht verschiedenen EU-Staaten miteinbezogen hatte. In dieser vertrat knapp die Hälfte der Befragten die Ansicht, dass zu viele muslimische Bürger/innen in ihrem Land lebten. Besonders überraschend ist dabei, dass gerade in den Ländern, in welchen der Anteil von Muslimen an der Gesamtbevölkerung weniger als ein Prozent beträgt (z.B. in Polen oder Ungarn), noch mehr Bürger diese Meinung vertreten haben. Dies macht deutlich, dass antimuslimische Vorurteile auch dann bestehen, wenn die Bezugsobjekte gar nicht real präsent sind.
Die Ergebnisse dieser Studie haben mich sehr an die Pegida-Demonstrationen in Dresden erinnert, welche eine große Anzahl von Anhängern fand, obgleich doch in Dresden nur sehr wenige muslimische Bürger leben.

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