Dienstag, 28. April 2015

Islamfeindlichkeit unter dem Deckmantel der Verteidigung von Frauenrechten




Der Islam wird häufig nicht nur einseitig und homogen dargestellt, sondern auch mit vielen negativen Eigenschaften attribuiert. So werden dem Islam oft erhöhte Gewaltbereitschaft und Sexismus vorgeworfen. Yasmin Shooman argumentiert in ihrem Artikel Das Zusammenspiel von Kultur, Religion, Ethnizität und Geschlecht im antimuslimischen Rassmismus, dass gerade hinter der  angeblichen Verteidigung von Frauenrechten häufig islamfeindlicher Rassismus versteckt sei. In einer EU-Studie von stimmten tatsächlich 76,1% der Befragten der These zu „Die muslimischen Ansichten über Frauen widersprechen unseren Werten“. Gleichzeitig waren jedoch 52,7% der gleichen Befragten auch der Meinung „Frauen sollten ihre Rolle als Ehefrau und Mutter ernster nehmen. Diese Ergebnisse sprechen für die These von Shooman, dass die Projektion auf Andere genutz werden könne, um negative Elemente des Eigenen zu externalisieren. Damit wird der feministische Islamdiskurs Shooman zu Folge v.a. instrumentalisiert, um den Islam abzuwehren, während Sexismus auch in Europa noch verbreitet sei.

Artikel von Yasemin Shooman: https://www.bpb.de/apuz/130422/das-zusammenspiel-von-kultur-religion-ethnizitaet-und-geschlecht-im-antimuslimischen-rassismus?p=all

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