Der Islam wird häufig nicht nur einseitig und homogen
dargestellt, sondern auch mit vielen negativen Eigenschaften attribuiert. So
werden dem Islam oft erhöhte Gewaltbereitschaft und Sexismus vorgeworfen.
Yasmin Shooman argumentiert in ihrem Artikel Das Zusammenspiel von Kultur,
Religion, Ethnizität und Geschlecht im antimuslimischen Rassmismus, dass
gerade hinter der angeblichen
Verteidigung von Frauenrechten häufig islamfeindlicher Rassismus versteckt sei.
In einer EU-Studie von stimmten tatsächlich 76,1% der Befragten der These zu
„Die muslimischen Ansichten über Frauen widersprechen unseren Werten“.
Gleichzeitig waren jedoch 52,7% der gleichen Befragten auch der Meinung „Frauen
sollten ihre Rolle als Ehefrau und Mutter ernster nehmen. Diese Ergebnisse sprechen
für die These von Shooman, dass die Projektion auf Andere genutz werden könne,
um negative Elemente des Eigenen zu externalisieren. Damit wird der
feministische Islamdiskurs Shooman zu Folge v.a. instrumentalisiert, um den
Islam abzuwehren, während Sexismus auch in Europa noch verbreitet sei.
Artikel von Yasemin Shooman: https://www.bpb.de/apuz/130422/das-zusammenspiel-von-kultur-religion-ethnizitaet-und-geschlecht-im-antimuslimischen-rassismus?p=all
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