Montag, 27. April 2015

Geschichte des Rassismus


In seinem Buch „Geschichte des Rassismus“ geht Christian Geulen besonders auf das wissenschaftliche Konzept der Eugenik ein.
Die neu angewandte Wissenschaft von 1883 widmete sich der biologischen Verbesserung von Bevölkerungen. Die Ziele der Eugeniker waren es die menschliche Evolution zu kontrollieren und die Bevölkerung als Ganzes zu perfektionieren. Um ihre Visionen von einer Rasse ohne Klassen zu verwirklichen, waren sie gegen die Fortpflanzung von Behinderten, für die Unterbindung von rassischen Mischehen und für die staatliche Förderung von Kinderzeugung in Familien des Wirtschafts- und Bildungsbürgertums. 



Einige Eugeniker versuchten durch das Eingreifen in die menschliche Fortpflanzung ihre Ziele zu erreichen, andere versuchten es durch Beeinflussung der Umwelt, so auch der liberale Anthropologe Franz Boas. Seine Auffassung war, dass Umwelteinflüsse der primäre Faktor aller Rassenentwicklung ist. Nach Boas Verständnis lassen sich Rassenmerkmale durch klimatische Einflüsse verändern.
Ab 1918 waren die Eugeniker pessimistisch ihre Ziele zu erreichen. 
1945 fand dann ein Paradigmenwechsel von der Eugenik zur Genetik statt.

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